Senkrecht­start in die Zukunft
mit Keramikblech

17. September 2018:
Jetoptera, Inc. beginnt die VTOL-Test­kampagne mit einer Test­platt­form von mehr als 50 kg, um das Konzept des verti­kalen Startens und Landens sowie des Schweb­flug-Modus zu beweisen. 

Der vertikale Start ...
... mit Schubvektorsteuerung

Ein Senkrechtstart mit  bahnbrechendem Erfolg:
Die Tests zeigen eine aus­gezeichnete Schubvektor­steuerung über ein beweg­liches Fluidic Propulsion System™, (FPS™), das um mehr als 90° aus der horizon­talen Position heraus geschwenkt werden kann. Bestätigt wurden die exzellente Manövrier­fähig­keit sowie der Senkrecht­start, (Vertical Take-Off and Landing/VTOL). Außer­dem wurden Erkennt­nisse zu kurzen Start­zeiten (Short Take-Off and Landing/STOL), gewonnen.

Die ein­gebauten, dünn­wandigen Schub­düsen aus Keramikblech wurden das erste Mal für einen VTOL-Test ein­gesetzt und sind vor­rangig wegen ihres geringen Gewichts bes­tens für den senk­rechten Start geeignet.

Alle nach­fol­genden Jetoptera-Pro­dukte, inklusive des vier­sitzigen VTOL-Flug­zeugs „Jetoptera 4000“, werden das proprie­täre Fluidik-Antriebs­system FPSverwenden. Weiter­führende Infor­ma­tionen erhalten Sie auf www.jetoptera.com

jetoptera.com/news/    the-J2000-flying-car


Das Jetoptera FPS™-System absolviert weitere Flüge der Testkampagne

Am 5. Juli 2018 startete ein zweites Modell – dieses Mal ein Segelflugzeug, angetrieben ausschließlich durch das Fluidic Propulsion System™.

Der erfolgreiche Testflug zeigt die Flexibilität des FPS™-Antriebs­konzepts, das bei unter­schied­lichen Konfigura­tionen der Flugzeug­zelle zum Einsatz kommt. Das Segel­flugzeug wird als Test­plattform für zukünf­tige, auch runde und unrunde Formen der Trieb­werke ver­wendet, ermög­licht durch die Walter E. C. Pritzkow Spezialkeramik-Herstellungs­methode.

Die Vorteile des Systems wie: geringe Größe, verteilte Schub­kraft und hohe Geschwin­dig­keiten, geringes Gewicht, Einfach­heit, erheb­liche Nutz­lasten und außer­gewöhn­liche Manövrier­bar­keit liegen auf der Hand; seine Skalier­barkeit kann auf die neuen Konzepte der urbanen Luft­mobilität aus­geweitet werden.

Diese erfolg­reichen Flüge stärken die Zusammen­arbeit zwischen Walter E. C. Pritzkow Spezial­keramik und Jetoptera, Inc. Die ultra­leichten, inte­grier­ten Keramiktrieb­werke waren der Schlüssel, um das Gewicht der FPS™ gering zu halten. Der Flug und weitere tech­nische Details können auf der Website der Jetoptera, Inc. ein­gesehen werden:

jetoptera.com/news/


Abgehoben: Schubdüsen aus Keramikblech im Testflug eines unbemannten Luftfahrzeugs (UVA)

Links: Schubdüse aus Keramikblech, Mitte und rechts: der Jetoptera „J55“

Zum ersten Mal „düste“ ein Bauteil aus Keramik­blech, ein­gesetzt in dem Modell „J55“, in den Himmel. Das in Edmonds / Washing­ton ansäs­sige Unter­nehmen Jetoptera, Inc. ent­wickel­te das „Fluidic Propulsion System™“, eine Inno­va­tion mit neuem Antriebs­konzept für ein un­be­mann­tes Luft­fahrzeug. Die Fluidik-Antriebs­tech­no­logie ver­eint erst­­malig Flug­zeug­­zellen- und Antriebs­sys­teme. Eine konse­quente Ent­­wicklung strömungs­mecha­nischer Bau­ele­men­te, die Imple­men­tierung neues­ter Keramik­­tech­no­lo­gien und inno­va­ti­ver Her­stellungs­techniken sind Bestand­teile des kom­pak­­ten, revo­lu­tio­nä­ren Designs.

Aufgrund der geringen Dichte des Materials, nur 36% von Stahl, sowie der hohen ther­mischen Belastungs­fähig­keit, wurden eigens für diese Heraus­for­de­run­gen ent­wickelte Schubdüsen aus Keramik­blech in das Modell Jetoptera J55 ein­ge­baut.

Der Testflug des Jetoptera-Prototypen am 26. April dieses Jahres war eine Weltpremiere in Bezug auf Design und Antriebstechnik für unbemannte Luft­fahr­zeuge, aber auch in Hin­blick auf die breit gefächer­ten Ein­satz­­mög­lich­­keiten des oxid­kera­mi­schen Faser­ver­bund­­werk­stoffs „Keramikblech“ in Industrie und Forschung.

  Mehr zu: „Jetoptera“, Artikel „Fluidic propulsion™ takes off“, Jetoptera auf Linkedin 

Oben: der Jetoptera „J55“ während des Flugs und eine Thermographieaufnahme der Schubdüse aus Keramikblech im Testlauf

Flammrohre aus Keramikblech­­­ seit 15 Jahren­
­erfolgreich­ im Einsatz

Bereits vor 15 Jahren, im Jahr 2002, wurden die ersten Flammrohre aus Keramikblech für Brenner der Firma Weishaupt geliefert. Das erste Flammrohr wurde von der Großbäckerei Wendeln bei München, (damals schon Kamps), in einer Backstraße ein­gebaut, auf der das Knäckebrot Lieken Urkorn hergestellt wurde. Diese Anlage wurde 2003 an Wolf Süßwaren in Arnstadt, Thüringen verkauft. Dort wurde eine zweite Back­straße ebenfalls mit Flammrohren aus Keramikblech ausgerüstet. Beide Anlagen laufen immer noch bei der Großbäckerei, die heute Grabower Süßwaren heißt.  

Die Standzeit der Flammrohre aus Metall war 2002 bei ca. 1000 Stunden. Die Flammrohre aus Keramikblech halten „ewig“ und werden nur dann ausgetauscht, wenn sie bei Wartungen beschädigt werden. Somit sind Stand­zeiten von mehr als 50.000 Stunden, also einem Faktor 50, im Vergleich zu Flammrohren aus Metall möglich.

Weitere Flammrohr-Typen für Weishaupt-Brenner finden vor allem in Krematorien ihren Einsatz. Dort werden die Standzeiten von 10 Wochen durch den Einsatz von Keramikblech auf mehr als 2 Jahre verlängert.

  Siehe auch: Brennertechnik


Schlitten der ersten Generation nach 2800 Zyklen:

Der oben gezeigte Schlitten der 1. Generation durchlief mittlerweile 2800 Zyklen und „lebt“ mit seinen Rissen. Der Schlitten der 2. Generation hat momentan 920 Zyklen hinter sich.

Die Einsatz­temperatur dieser Schlitten liegt zwischen 1000 – 1140 °C. Die Zykluszeit beträgt ca. 2 Stunden. Er wird mit Testkörpern beladen, in den heißen Ofen geschoben und nach einer nicht bekannten Verweilzeit wieder heraus­gezogen.

 


Fachartikel in der Zeitschrift Ceramic Applications 2/2015

Weitere Veröffentlichungen können unter Downloads als PDF heruntergeladen werden.


Rohr mit Flansch

Durchmesser: 230 mm, Länge: 3230 mm, 
(April 2015)

Jubiläumsfilm

Walter E.C. Pritzkow Spezialkeramik
Der Imagefilm zum Firmenjubiläum 

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